Zur Konzeption des Fachbereichs Bildende Kunst (von S. Rehmer):

Die meisten Heranwachsenden haben ein natürliches Bedürfnis, sich gestalterisch zu betätigen. Damit erschließen sie sich und ihre Welt. Mit zunehmendem Alter verfeinert sich ihre Wahrnehmung, womit sie dann auch in der Lage sind, neue Perspektiven einzunehmen. Das geschieht auf einer bildnerischen Ausdrucksebene, unabhängig von der Sprache. Dieser kreative Prozess der persönlichen Entfaltung wird ebenso wie die Auseinandersetzung mit der Welt in den eigenen Bildern sichtbar.

Im Unterschied zum „Freizeitmalen“ lernen die Schüler durch den Kunstunterricht eine neue, bildhafte Sprache. Im Lehrplan Bildende Kunst für Rheinland-Pfalz heißt es:

„Die Kenntnis ästhetischer Formsprache und deren Ausdrucksmöglichkeiten, damit die Entfaltung des bildnerischen Denkens und Handelns, bieten unersetzbare Möglichkeiten, sowohl Verstand und Sinnlichkeit zu verbinden, als auch zwischen Spiel und Ernst zu vermitteln.“ (S. 7)

Die ästhetische Bildung, die Schulung der Wahrnehmungsfähigkeit, ist ein wichtiges Anliegen des Kunstunterrichts. Zum Wahrnehmen gehören ein waches Bewusstsein, Konzentration und Offenheit. Dazu braucht es Interesse, das im Kunstunterricht durch eine Vielzahl an Methoden und Techniken geweckt werden soll.

Ein weiteres, wichtiges Anliegen des Faches ist die Förderung von Kreativität. Hierbei handelt es sich um eine Schlüsselqualifikation mit großer, gesellschaftlicher Relevanz. Kreative Prozesse werden im Kunstunterricht durch die produktive Auseinandersetzung mit Künstlern, Kunstwerken, aber auch Techniken und Fragen der Alltagsästhetik initiiert.

Neben den fachlichen Qualifikationen, die sich an den zukünftigen Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler orientieren, bietet das Fach Bildende Kunst Freude an kreativen Gestaltungsprozessen, lässt Gefühle und Intuition zu und bildet damit auch einen bewussten Gegenpol zu den ansonsten eher kognitiv ausgerichteten Fächern.

Von der Arbeit an der Staffelei über das Werken mit Holz bis zum Töpfern mit Ton und der Bildbearbeitung per PC wird „fast“ alles geboten. Die Ausstattung des Fachbereichs Kunst wird nach dem derzeitigen Umbau noch weitere Möglichkeiten bieten, die Inhalte der ästhetischen Arbeitsbereiche umzusetzen. Vor allem im Bereich der Visualisierungsmöglichkeiten und der Nutzung neuer Medien wird der Umbau erhebliche Verbesserungen in der räumlichen Situation mit sich bringen.

Schon jetzt steht eine Vielzahl an Materialien und Werkzeugen zur Verfügung, um rasch auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen einzugehen. Eine Wertschätzung der eigenen Arbeit erfolgt durch stets wechselnde Ausstellungen im Schulgebäude.

Alle Schüler/Innen  sollen die gleichen Voraussetzungen in der Verfügbarkeit der Unterrichtsmaterialien haben. Deshalb werden sie durch die Fachlehrer/innen bereitgestellt. Gegen einen einmal jährlich zu entrichtenden Kostenbeitrag werden für alle Schüler/Innen Materialien in gleichem Umfang und gleicher Qualität bereitgestellt. Die wenigen, noch anzuschaffenden Mal- und Zeichen mittel werden zu Beginn des Schuljahrs zusammen mit der Schulbuchliste herausgegeben.

Der Kunstunterricht wird in der Orientierungsstufe und in Klasse 7 jeweils eine Doppelstunde pro Woche unterrichtet - in Klasse 8 und  9 epochal, d.h. ein halbes Schuljahr lang eine Doppelstunde pro Woche im Wechsel mit dem FachMusik.
Ab Klasse 10 beginnt am G8-Gymnasium die Oberstufe. Die Schüler haben dann die Wahl zwischen Musik, Darstellendem Spiel und Bildender Kunst, das jeweils dreistündig pro Woche unterrichtet wird. Bildende Kunst kann auch als Leistungskursfach angeboten werden.

Galerien

Klasse 5    

Klasse 6    

 
Klasse 7    

Klasse 9    

MSS 10
   

MSS 11
   

   

 

 

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